Lebensgefahr: 12-Jährige von Auto erfasst – Viele Unfälle an einem Tag im Kreis Minden-Lübbecke
Mi, 11. November 2009
Hüllhorst. Ungewöhnlich viele Verkehrsunfälle ereigneten sich am gestrigen Dienstag, 10. November, im Kreis Minden-Lübbecke. Bedingt durch das trübe, regnerische Wetter kam es zu insgesamt 44 Verkehrsunfällen, teilweise mit mehreren schwerverletzten Personen.
Am häufigsten knallte es im Großraum Minden. Der schwerste Unfall ereignete sich jedoch in Hüllhorst auf der Hauptstraße.
Ein 11- und ein 12-jähriges Mädchen überquerten gegen 19.30 Uhr einen Fußgängerüberweg, als sich zeitgleich eine 27-jährige Autofahrerin mit ihrem Ford näherte. Aufgrund der vermutlich schlechten Sicht durch Dunkelheit und Regen übersah die Fahrerin die beiden Mädchen auf dem Fußgängerüberweg und erfasste die 12-Jährige mit dem vorderen, linken Kotflügel.
Das Mädchen prallte mit dem Kopf gegen die Windschutzscheibe und blieb anschließend auf der Fahrbahn liegen. Nach notärztlicher Erstversorgung wurde sie mit lebensgefährlichen Kopfverletzungen ins Krankenhaus nach Lübbecke gebracht. Am Ford entstand ein Sachschaden von rund 3.000 Euro.
Die Polizei rät in diesem Zusammenhang, die Fahrweise der in dieser Jahreszeit üblichen Witterung anzupassen und rechtzeitig auf Winterreifen zu wechseln.
(Text: HO / Bild: Waldemar Freitag)
Tags: Blaulicht




Als erstes wünsche ich dem Mädchen eine gute und schnelle Besserung. Die Polizei rät wieder den Autofahrern sich der Witterung anzupassen. Aber wer tritt denn mal den Eltern gehörig in den Hintern, die ihre Kinder in dunklen Klamotten in der Dämmerung und am Abend aus dem Haus gehen lassen. Ich selbst habe miterlebt, wie am gestrigen Tage zwei 8-10 Jahre alte Kinder im Ahlser Feld, höhe Babyklappe, die Straße überquerten. Zu sehen waren sie aber sehr spät, so dass die zwei Fahrzeuge vor mir sehr hart bremsen mussten.
Diesen Eltern und vor allem den Kindern wünsche ich im Straßenverkehr viel Glück. Das immer mal was passieren kann, sieht man ja am gestrigen Unfall. Da hat noch nicht mal die Straßenbeleuchtung gereicht. Noch ein Grund mehr die Kinder (und auch Erwachsene) bei Dunkelheit auffällig zu kleiden. Vorbeugen und Umsicht auf beiden Seiten!
Eltern in die Verantwortung zu ziehen ist in diesem Falle völlig unangebracht. Vorrausschauendes Fahren und Vorsicht ist an jedem Fußgängerüberweg gefordert. Leider wird dies an dem Fußgängerüberweg bei Zipprick und Schmidt völlig mißachtet. Es war nur eine Frage der Zeit, dass hier etwas Schlimmes passiert. Wie oft stand ich schon selbst mit Kinderwagen dort und die Autos halten NICHT an. Den Kindern ist keine Schuld zu geben, sondern einzig und allein den unvorsichtigen und nicht vorausschauenden Autofahrern. Welch ein Erwachsener trägt denn Warnweste und ich habe noch nie auffällig gekleidete ältere Generationen auf der Straße in der Dunkelheit gesehen. Diese sind meist grau und unscheinbar.
Meine Gedanken sind mit der Familie des Mädchens und ich hoffe, dieser Unfall ist für alle ein Zeichen dafür, noch vorsichtiger an Fußgängerüberwegen zu fahren. Immer wenn Kinder in der Nähe sind, sollte man mit höchster Vorsicht fahren. DAS LERNT MAN IN DER FAHRSCHULE. Ich hoffe, der Herr Hansel überdenkt seine Aussage noch einmal.
Liebe Frau Domberg,
wieder wird hier etwas falsch interpretiert. Ich meine das im Allgemeinen. Ich glaube nicht, dass Sie das tolerieren, wenn ihre Kinder in der Dämmerung in dunklen Sachen auf die Straße gehen. Natürlich MUSS in erster Linie der Autofahrer aufpassen. Warum ist mein Kommentar unangebracht? Nur eine halbe Stunde vorher ging es nur um Sekunden. UND unsere Geschwindigkeit war den Verhältnissen angebracht. Die Kinder im Ahlser Feld wären schon weit sichtbar gewesen, wenn sie entsprechende Kleidung getragen hätten. Das gilt auch für Erwachsene. Gerade deshalb schrieb ich in meinem Kommentar, dass auch Erwachsene sich auffällig kleiden müssen. Haben Sie es nicht gelesen? Ich habe nicht mit meiner Meinung ausdrücken wollen, dass die Kinder schuld sind. Es sind die Eltern. Und meine Meinung bleibt!! VORBEUGEN!! Kinder und Erwachsene sollten sich in der Dunkelheit kenntlich machen. Der Unfall am Fußgängerüberweg gab nur den Stein des Anstoßes. Nochmal: Ich ziehe nicht die Eltern des verunfallten Mädchen in die Verantwortung.
Guten Tag Herr Hansel,
ich schließe mich Frau Domberg an. Meiner Meinung nach ist ihr Kommentar völlig unangebracht. Den Finger kann man schnell erheben, aber man sollte schon ein bisschen auf dem Teppich bleiben.
Im Übrigen fährt man nicht nur den Wetterverhältnissen entsprechend! Jeder weiß, dass am 10.11. viele Kinder unterwegs sind, soviel zu ihrem „persönlichen Bremsmanöver”!
Zu dem Unfall kann ich nur sagen, dass es mir kalt den Rücken runtergelaufen ist. Mir tun alle Beteiligten leid, das Mädchen, die Eltern und die Fahrerin. Man kann nur hoffen, dass alles ein gutes Ende nimmt…
Sehe ich in der Dämmerung mal irgendwann einen Herrn in Neongelber, mit Blinkies bestückter Winterjacke, weiß ich, es ist ein sich kenntlich gemachter Herr Hansel, dessen Eltern man nicht in den Hintern zu treten braucht!
Ach, noch was: Bei uns haben 17 Kinder gesungen, alle hatten entweder Laternen, Warnwesten oder sonstige Reflektoren dabei bzw. um…
Man kann niemandem die Schuld in die Schuhe schieben. Wer weiß, wie schnell dieses Kind auf den zebrastreifen gerannt ist. Auch wenn man an einem Zebrastreifen steht, sollte man sich vergewissern, dass die Autos auch wirklich stehen bleiben. Es waren wahrscheinlich beide unaufmerksam und haben nicht darauf geachtet, ob jetzt das Auto anhält bzw. jemand über den Zebrastreifen geht…
Und ich bin der Meinung, dass man am Martinsabend in einem Ort wie Hüllhorst, wo sowieso schon viele Kinder unterwegs sind, mit etwas mehr Vorsicht Auto fährt als vielleicht sonst. ich glaube nicht, dass die Autofahrerin mit 30 km/h unterwegs war.
Aber ich bin auch der Meinung, dass man sich auffälliger kleiden sollte und Eltern ihren Kindern beibringen, im Strassenverkehr aufmerksam und konzentriert zu sein.
Alles Gute und gute Besserung!
Hallo.
Ja, erstmal den Mädchen gute Besserung!
Also ich denke, die Schuld liegt bei beiden.
Man kann hier niemand für 100% schuldig erklären, weil, ich denke, keiner von uns war live dabei und hat gesehen, wie schnell das Auto war oder das Mädchen.
Man sollte nicht gleich rüber laufen, man sollte erstmal schauen, ob die Autos auch wirklich halten.
Ich muss Herr Hansel recht geben, man sollte sich schon den Bedingungen anpassen.
Mir tut die Autofahrerin auch leid, wär weiß, was sie für ein Schock davon getragen hat.
Mich Persönlich interessiert im Augenblick nicht, wer Schuld hat, sondern dass es dem Mädchen und der Autofahrerin bald wieder gut geht.
Man sollte die Autofahrerin nicht außer acht lassen, nicht dass sie auch noch in Depression oder sonst was verfällt.
Also Ruhe hier mit den unnützen Diskussionen.
Das Kind wurde mit dem vorderen rechten Kotflügel getroffen, befand sich also in etwa in der Mitte des Zebrastreifens.
Es gibt also 2 Möglichkeiten – entweder nicht genug Aufmerksamkeit durch den PKW-Fahrer oder das Mädchen ist gerannt.
Da niemand von uns dabei war, bleiben uns nur Spekulationen – und wem helfen die?
Eben – niemandem.
Nicht nur Herr Hansel läuft mit einer Warnweste durch das nächtliche Hüllhorst, insbesondere seine 30-Zonen. Auch ich bin so markiert häufiger beim Hundespaziergang anzutreffen! Warum? Weil es sicherer ist!
Im Ernst, beide Seiten der obigen Kommentare haben absolut Recht. Erstens: Es wird eindeutig zu schnell gefahren (auch in Spielstraßen, wo eigentlich Schrittgeschwindigkeit herrscht) und Zebrastreifen werden teilweise von FahrerInnen einfach ignoriert.
Zum Zweiten war ich am Martin-Luther-Singen-Abend ebenfalls mit dem Auto unterwegs und habe viel zu viele schlecht gekenzeichnete Kinder gesehen – teilweise erst sehr spät – und das trotz sehr geringer Geschwindigkeit. Die Eltern stehen hier eindeutig in der Pflicht ihren Kindern bei einem solchen Wetter (aber gerne sonst auch) mit Warnwesten zu kennzeichnen.
Wenn alle Seiten aufeinander zugehen, wird es noch einmal deutlich weniger Unfälle geben.
Natürlich wünsche auch ich dem betroffenen Mädchen alles Gute.
Ich wünsche dem Mädchen und ihren Eltern alles Gute.
Früher hatten wir einmal einen Dorfbullen, der mir mein unbeleuchtetes Kinderfahrrad abgenommen hat. Der dann meinen Eltern gesagt hat, dass sie dafür verantwortlich sind. Der den Erwachsenen Geld abgenommen hat, wenn sie sich im Verkehr nicht richtig verhalten haben. (heute: z. B. im Dunkeln bei Regen nicht richtig gekleidet sind) Der den Autofahrern Geld abgenommen hat, wenn sie zu schnell durch den Ort fuhren (heute: z. B. den Zebrastreifen missachten) Wo ist der Dorfbulle heute?
Wir könnten ihn wieder gebrauchen! Wir haben nichts dazugelernt!
H.G. Kröger
Guten Morgen Frau Wessling,
wenn sie meinen Kommentar richtig gelesen hätten, dann hätten sie auch gelesen, dass ich „den Verhältnissen” geschrieben habe. Also auch dem 10.11. angepasst. Und ich rede hier nicht nur vom 10.11.,
sondern im Allgemeinen. Also jeden Tag…
Dieser Unfall sollte und wird von mir NICHT veruteilt, weil ich auch nicht weiß, was geschehen ist, aber die Geschichte im Ahlser Feld hat mich nachdenklich gemacht. Ich wiederhole es gerne nochmal. Dieser Artikel mit dem Rat der Polizei und dem Vorfall im Ahlser Feld gab mir den Anstoß, über schlecht sichtbare Fußgänger (aber auch Radfahrer) im Straßenverkehr zu schreiben.
Warum mahnt nicht die Polizei in dieser Jahreszeit nicht auch die anderen Verkehrsteilnehmer an?
Im Übrigen bin ich bodenständig und manchmal reicht auch eine Taschenlampe, um sich entgegenkommenden Fahrzeugen schon früher kenntlich zu machen. Ich fahre über 20 Jahre Auto. Beruflich und privat ca. 30.000 km im Jahr. Da kann ich auch schon mal den Finger heben Frau Wessling, denn ich habe schon viel „Abenteurer” zu Fuß laufen sehen. Ich möchte nicht die Autofahrer in Schutz nehmen, denn unsere 30-Zone wird völlig ignoriert. Aber gerade deshalb beuge ich vor. Fahren sie Auto? Wenn ja, dann müsste es auch in ihrem Interesse sein, andere Verkehrsteilnehmer früher erkennen zu können.
Wenn bei ihnen 17 Kinder in Warnweste, Laternen und Reflektoren gesungen haben, dann ist das doch super. Diese und andere Eltern lobe ich ausdrücklich, dass sie ihre Kinder gegen Dunkelheit und schlechten Autofahrern schützen möchten.
Und wenn sie mich irgendwann mal sehen sollten, dann dürfen sie mich auch ansprechen. Sie werden sehen, das ich fest auf dem Teppich bzw. der Straße stehe
).
Guten Tag Herr Hansel,
auch ich bin beruflich jeden Tag im Auto, in den Abenstunden, durch 30-Zonen, über Sraßen mit und ohne Bürgersteig, beleuchtet und unbeleuchtet (nur für den Fall, dass sie denken, ich hätte da nicht die nötige Weitsicht). Und Taschenlampen finde ich richtig gut, die leuchten mir regelmäßig ins Gesicht, so dass ich schön geblendet werde…
Diese Diskussion könnte man noch ewig weiterführen und vielleicht wird ja mal jemand aus der Gemeindeverwaltung oder unser „Dorfpolizist” (den es durchaus noch gibt) darauf aufmerksam…
Es ist nun mal so, dass im Straßenverkehr der Fußgänger das schwächste Glied ist, und ich glaube, dessen sind sich die meisten Eltern bewusst! Als Eltern kann man die Kinder nur immer wieder „impfen”, aber ein Risiko bleibt immer! Im letzten Jahr fand eine tolle Aktion in der Ilex-Halle für Kinder statt (sicher durch die Weihnachtszeit), die, glaube ich, auch in diesem Jahr stattfindet. Vielleicht gehen sie mal hin, dann können sie ein Beispiel sehen, wieviel Mühe sich in der Richtung gemacht wird…
Hallo Frau Wessling,
das finde ich ja gut, dass Sie sich jetzt mit mir gleichstellen.
Denn genau das meine ich ja. Die Kinder „impfen” und durch die Polizei etwas mehr Initiative. Ich möchte ja nur hier darauf aufmerksam machen, dass es immer wieder Menschen gibt, denen das womöglich egal ist. Und ich finde es gut, wenn solche Aktionen geplant und durchgeführt werden. Gerne würde ich mir das anschauen. Sie können mich ja benachrichtigen. Ich hoffe auch, dass die Eltern dann da sind, die so etwas noch nicht kennen.
Abschließend, liebe Frau Wessling, liebe Frau Domberg, zeigt es uns allen, wieviel Gesprächsbedarf es zu diesem Thema in unserer Gemeinde gibt.
Jeder, der hier einen Kommentar abgegeben hat, verfolgt das gleiche Ziel, nämlich, dass jeder in unserer Gemeinde und vor allen Dingen die Kinder, sicher durch den Straßenverkehr kommen.
Jeder Hüllhorster ist eingeladen, sich mit mir gemeinsam für dieses Ziel zu engagieren.
Wünsche allen noch einen sicheren und schönen Sonntag.
Lieber Herr Hansel,
liebe Bürger der Gemeinde,
herzlichen Dank für die Einladung Herr Hansel, ich bin gern mit dabei.
Ihr Vorfall in Ahlsen war tragisch und ist meiner Meinung nach nicht mit dem Vorfall am Fußgängerüberweg zu vergleichen. Ich persönlich unterscheide die beiden Situationen. Ich stimme Ihnen zu, dass bei schlechter Witterung jeder angehalten ist, sich dementsprechend zu kleiden. Die Kinder, gerade Kleinstkinder, sind umsomehr mit Reflektoren oder Ähnlichem zu bekleiden. Aber Herr Hansel, haben Sie Kinder? Wissen Sie was 12-Jährige mit einer Warnweste machen würden? Nämlich zu Mama sagen „Ja, lasse ich an…!” und bei Gelegenheit wieder ausziehen (weil das einfach zu peinlich ist). Ich möchte das realistisch sehen, und so sieht leider die Realität aus. Ich möchte hier keine neue Diskussion anfangen. Wir können lange reden und uns alle austauschen. Fakt bleibt, der Fußgängerüberweg ist von Autofahrern zu beachten und bei Kindern weiß man umsomehr, gerade wenn sie in der Nähe sind – VORSICHTIG FAHREN- d.h. langsam. Siehe auch:
StVO § 26 Fußgängerüberwege
Zebrastreifen
(1) An Fußgängerüberwegen haben Fahrzeuge mit Ausnahme von Schienenfahrzeugen den Fußgängern sowie Fahrern von Krankenfahrstühlen oder Rollstühlen, welche den Überweg erkennbar benutzen wollen, das Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen. Dann dürfen sie nur mit mäßiger Geschwindigkeit heranfahren; wenn nötig, müssen sie warten.
Mich stört die Ignoranz vieler Autofahrer, die diese Verkehrsregel missachten und nicht defensiv fahren und weiterhin glauben, sie seien im Recht. Gut, dass es 4 Punkte in Flensburg gibt – bei Mißachtung dieser Regel!
Liebe Grüße
Susanne Domberg
Also ich muss Hr. Hansel mal etwas beistehen. Es ist sehr tragisch was passiert ist. Aber er hat nur seine Meinung gesagt und auch ich habe viele Kinder ohne entsprechende Kleidung gesehen. Ich bin selbst Mutter und weiss genau, wie schlimm das ist, er warnt einfach und ich finde gut, dass es nochmal angesprochen wird, denn bei dem Wetter und am Abend sieht man die Fußgänger manchmal wirklich nicht.